Unbändiger Wille

Rückschläge gehören zum täglichen Geschäft eines Profifußballers. Nicht nur in Form von Niederlagen, sondern auch in Form von Verletzungen. Der Körper ist der Kredit des Fußballers, aber auch die Versicherung für die Zukunft. Auch für Mario Haas gab es im Laufe seiner Profikarriere Tiefpunkte und Krisenzeiten, in denen er seinen unbändigen Willen beweisen musste. Zwei schwere Kreuzbandrisse zwangen ihn zu mehrmonatigen Pausen. Und das gerade zu Zeiten, in denen er seine Höchstform erreicht hatte. In diesen Phasen lernte er, noch mehr für seinen Körper zu tun, Wege zu finden, um rascher wieder fit zu werden, auf alternative Methoden zurückzugreifen und die berühmten Prozentpunkte mehr, also 120 statt 100 Prozent, zu geben.

Sein unbändiger Wille zeigte sich in seinen Anfangsjahren als junger Profifußballer aber auch dadurch, dass er neben dem Fußball noch einer geregelten Arbeit nachging. Er erlernte den Beruf des Stahlbauschlossers, für ihn standen harter körperlicher Einsatz auf der Tagesordnung – und zwar nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch in der Arbeit.
Immer mehr zu tun als andere, sich durchzusetzen und nie aufzugeben, sich stets weiterzuentwickeln und vor allem vergebenen Chancen und Möglichkeiten nicht lange nachzutrauern, sondern gleich wieder neue zu finden – das zeichnete den aktiven Fußballer Mario Haas all die Jahre hindurch aus.